Toulouse-Lautrec PDF

Toulouse-Lautrec ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Henri de Toulouse-Lautrec entstammte einem toulouse-Lautrec PDF Adelsgeschlecht.


November 1864, gebar Gräfin Adèle im Hôtel du Bosc zu Albi ihr erstes Kind, Henri. Ersten Unterricht erteilte Henri eine entfernte Verwandte. Paris, wohin die Familie 1872 umgezogen war. Sie mieteten eine Etage im Hotel Pérey. Aufgrund seiner schwächelnden Gesundheit musste er 1875 die Schule wieder verlassen und bekam in verschiedenen Heilbädern Privatunterricht. Henri litt an einer Pyknodysostose, einer autosomal rezessiven Erbkrankheit, die sich durch Kleinwüchsigkeit bemerkbar macht. Ihre Hauptsymptome traten etwa im zehnten Lebensjahr auf.

Bei zwei Unfällen brach sich Henri als 13- bzw. Während der mit seiner Krankheit verbundenen langwierigen Liegekuren und Sanatoriumsaufenthalte zeigte sich sein künstlerisches Talent immer deutlicher. In Zeichnungen stellte der Jugendliche hauptsächlich Menschen und Tiere dar, und bis heute erhaltene Skizzen belegen, dass er zwar kein Wunderkind, aber durchaus begabt war. Pferde mit Kutschen, Reitern und Hunden. Dies war einerseits auf die Spezialisierung seines Lehrers zurückzuführen, andererseits versuchte der junge Henri mit diesen Motiven aber womöglich auch seinen Vater zu beeindrucken, der ein leidenschaftlicher Reiter und Jäger war. Mit großer Mühe bestand Henri im November 1881 in Toulouse im zweiten Anlauf den ersten Teil des Abiturs.

Zum zweiten Examen kam es nicht mehr, denn zu diesem Zeitpunkt stand für ihn bereits fest, dass er Maler werden wollte. Vater besprach sich mit befreundeten Malern, die für den Sohn ein akademisches Studium der Malerei empfahlen. April 1882 in das Atelier des Pariser Modemalers Léon Bonnat ein. Ihre Malerei ist gar nicht schlecht, aber ihr Zeichnen ist ganz und gar abscheulich! Toulouse-Lautrec fand schließlich in Fernand Cormon, einem aus heutiger Sicht bedeutungslosen Pariser Salonmaler, einen liberaleren akademischen Lehrer, dem vor allem seine Zeichnungen gut gefielen. Cormons Korrekturen sind viel wohlwollender als diejenigen Bonnats. Obwohl er sich den Regeln und Gepflogenheiten des akademischen Lehrbetriebs unterwarf, entwickelte Toulouse-Lautrec von Beginn an eine eigene Technik und eine malerisch freie Auffassung, die im Gegensatz zur damals vorherrschenden Kunst des Pariser Salons stand.

Einschneidender als Cormons Unterweisungen waren für Toulouse-Lautrec in dieser Zeit die neue Umgebung sowie die Freunde, die er im Kreis der Studenten hinzugewann, darunter Louis Anquetin, Émile Bernard und Vincent van Gogh. Fühlte sich der junge Maler zunächst von den neuen Eindrücken noch bedrängt, gewann der Lebensbereich der Freunde rund um den Montmartre immer stärker die Oberhand gegenüber dem familiären Refugium an der Cité du Rétiro. Ende 1887 trat die belgische Künstlergruppe Les Vingt an Toulouse-Lautrec mit dem Vorschlag heran, sich zum Jahresbeginn an ihrer Ausstellung zu beteiligen. Er folgte dem Vorschlag und stellte dort jährlich aus. 1889 folgte eine erste Teilnahme am Salon des Indépendants.

In den Cafés und Restaurants des Montmartre hatte Henri de Toulouse-Lautrec auch seine ersten Ausstellungen und er erhielt erste Aufträge. Für Künstler und Persönlichkeiten der französischen Belle Époque, die er zum größten Teil persönlich kannte, fertigte er Lithografien für Plakate oder als Illustrationen für Zeitungen und Zeitschriften an. Eine Liebesbeziehung verband ihn mit seinem Modell, der späteren Malerin Suzanne Valadon. Stock des Hauses in der rue Tourlaque 7, in dem sein Atelier war. Diese Verbindung endete nach zwei Jahren abrupt mit ihrem Selbstmordversuch, der möglicherweise zum Ziel hatte, ihn von einer Heirat zu überzeugen. Ein Bruant ebenbürtiger Chansonstar war Yvette Guilbert, die Toulouse-Lautrec 1893 durch den Literaten Maurice Donnay, der Texte für sie schrieb, kennenlernte.

Er schuf neben vielen Skizzen zwei Alben mit Lithografien von ihr. Guilbert erkannte nach einigem Zögern seinen realistischen, aber karikierenden Stil an. Toulouse-Lautrec wandte sich dem Alkohol zu, was 1898 zum ersten Mal zum Delirium tremens führte. 1899 wurde er von seiner Mutter zu einer dreimonatigen Entziehungskur in die Heilanstalt Neuilly eingewiesen. Henri Toulouse-Lautrec starb im Alter von 36 Jahren am 9.

September 1901 im Beisein seiner Eltern auf dem elterlichen Schloss Malromé. Mit seinen ungeschminkten Szenen des Pariser Nachtlebens rund um den Montmartre spiegelte Lautrec das Bild einer legendären Zeit, der sogenannten Belle Époque, wider. Dabei war Toulouse-Lautrec in erster Linie Porträtist: Der einzelne Mensch, nicht die Menge, war sein Thema. Vor allem aber spielte er eine führende Rolle in der Entwicklung von Plakaten mit Hilfe der Farblithografie, die heute als ein Meilenstein der Werbung angesehen werden. Lautrec verwendete auf großformatigen Blättern wenige Farbsteine in Gelb, Rot und Blau, die durch ihre starken Kontraste auch von der Ferne anziehend wirkten.

1894: Der Salon in der Rue des Moulins. Toulouse-Lautrecs Leben wurde 1952 vom Regisseur John Huston verfilmt. Der Film trägt den Titel Moulin Rouge, nach dem gleichnamigen Roman von Pierre La Mure, der auf Toulouse-Lautrecs Lebensgeschichte basiert und 1950 erschienen war. Im Jahr 1964 wurden Arbeiten von ihm auf der documenta III in Kassel in der berühmten Abteilung Handzeichnungen gezeigt. Der Meister der Linie » zum 150. Die umfangreiche Werkschau aus der Sammlung Gerstenberg ermöglichte einen Überblick über das druckgraphische Werk des Malers. Geburtstag des Künstlers gab ebenfalls den Anlass zu dieser Ausstellung.